Otto Nebel

Maler und Dichter

1892–1973

Aktuell

Ausstellungen Otto Nebel in Japan 2017/2018

Die Ausstellung in Japan steht unter dem Titel
«Otto Nebel and his Contemporaries – Chagall Kandinsky, Klee»

 

Erste Station: Tokyo, The Bunkamura Museum of Art
vom 7. Oktober bis 17. Dezember 2017

Zweite Station: Kyoto, The Museum of Kyoto

vom 28. April bis 24. Juni 2018

 

Zu den Ausstellungen erscheint ein Katalog mit Texten in Japanisch und Deutsch

Pflege des bildnerischen Nachlasses:
Abschluss der Arbeiten 2015

 

Zwischen August 2012 und Dezember 2015 wurde der gesamte bildnerische Nachlass Otto Nebels von der Archivarin Anita Mischler und der Restauratorin Barbara Scheibli im Zentrum Paul Klee bearbeitet und archiviert. Das Stiftungsgut umfasst Grafiken, Gemälde, Druckgrafiken, Skizzenbücher, Skulpturen und Archivmaterial. Ausgeführt wurden dabei folgende Arbeiten:

  •  Erstellen des Konzeptes «Projekt Otto Nebel» inkl. Budgetplanung
  •  Bestellen von Material
  •  Anfertigen von Passepartouts, Montieren von Werken mit Japanpapierfälzchen
  •  Ablösen von alten Reparaturen und Fälzchen an Werken und Archivalien
  •  Entfernen von Selbstklebebändern auf Archivalien
  •  Reparaturen an Archivalien von Otto Nebel
  •  Herstellen von passgenauer und konservatorisch optimalen Verpackungen für Bücher und Archivalien
  •  Digitalisieren der Werke und bearbeiten der Fotos (Programm: Capture NX)
  •  Erfassen des Stiftungsgutes in der Datenbank Museum+
  •  Eröffnen von Datensätzen, Bildimport, Datensatz-/Objektverknüpfungen
  •  Erfassen des Zustandes und Erstellen und Ausfüllen von Zustandsprotokollen
  •  Übertrag der handschriftlichen Beschriftung in die Datenbank
  •  Umlagerung des Stiftungsgutes
  •  Einrichten des Depots
  •  Ausführen von verschiedenen konservatorischen und restauratorischen Massnahmen an Gemälden, Grafiken und Hinterglasbildern

Das Stiftungsgut lagert im Depot des Zentrum Paul Klee. Neben Gemälden, Arbeiten auf Papier und Druckgrafiken gehören dazu auch Skizzenbücher, Skulpturen sowie diverses Archivmaterial. Das gesamte bildnerische Werk ist heute digitalisiert.

Diese Arbeiten haben das Budget der Stiftung in den letzten Jahren stark belastet, doch ist es eines der Ziele der Stiftung, das Stiftungsgut bestmöglich zu konservieren und für zukünftige Ausstellungen aufzubereiten.

 

Bachelorarbeit über Otto Nebel - Berlin 2016

 

In seiner Bachelorarbeit an der Humboldt-Universität Berlin «Musikalische Formprinzipien in der Literatur. Otto Nebels Runenfuge Das Rad der Titanen», die von Herrn Prof. Arne Stollberg und Herrn Prof. Joseph Vogl begutachtet wurde, hat Patrick Becker auf der Grundlage einer Kontextualisierung von Nebels dichterischem Schaffen in sprachkritischen und sprachpessimistischen Tendenzen des 20. Jahrhunderts und einer Reflexion auf die Methodologie der Word and Music Studies und Irina O. Rajewskys Intermedialitätstheorie den Konnex von musikalischen Formprinzipien und Otto Nebels Runenfuge Das Rad der Titanen untersucht:

 

Patrick Becker, Musikalische Formprinzipien in der Literatur. Otto Nebels Runenfuge Das Rad der Titanen. Bachelorarbeit zur Erlangung des akademischen Grades Bachelor of Arts (B. A.) im Fach Musikwissenschaft Humboldt-Universität Berlin 2016

 

 

 

Gruppenausstellung mit Otto Nebel

Ausstellung «Klee in Bern» im Zentrum Paul Klee in Bern

Dritte Phase: 15.9.2015-12.1.2016

 

Klees Nachwirkung

Mitte September startet die dritte Phase der ganzjährigen Sammlungsausstellung «Klee in Bern». Neben den Themen Darstellungen Berns und Umgebung, Berner Sammler (diesmal E. W. Kornfeld) sowie Felix Klee als Botschafter wird auch dem Aspekt von Klees Ausstrahlung auf Zeitgenossen und seinem Nachwirken auf spätere Künstler nachgegangen.

Nicht nur in Klees langjähriger Arbeit als Dozent am Bauhaus in Weimar und Dessau sowie an der Kunstakademie in Düsseldorf wirkte er auf andere Kunstschaffende, vielmehr interessierten sich auch in Bern immer wieder Künstlerinnen und Künstler für sein Werk.

Der in Berlin geborene Maler und Dichter Otto Nebel (1892–1971) war ab Mitte der 1910er Jahre Teil des Kreises um Herwarth Waldens Berliner Galerie Der Sturm. Über seine Frau, die als Assistentin am Bauhaus tätig war, und durch einen Aufenthalt am Bauhaus 1924/25 lernte er die Bauhäusler Kandinsky, Muche und Klee kennen. Nach der Emigration in die Schweiz 1933 hielt sich Nebel ab 1935 in Bern auf und hatte regen Kontakt zu Klee. Er und seine Frau unterstützten die Klees etwa bei der Wohnungssuche.

Bruno Wurster (1939–2003) kam in seinem Elternhaus früh mit Musik, bildender Kunst und im Speziellen mit dem Schaffen von Klee in Berührung. Wursters Familie war mit der Familie von Felix Klee befreundet, wodurch Bruno Wurster ein Spielgefährte von Felix' Sohn Alexander (geb. 1940) wurde. Wursters frühes Schaffen zeigt Spuren der Beschäftigung mit Paul Klees Werk. In späteren Jahren entwickelte er zunehmend ein eigenständiges Œuvre in Auseinandersetzung mit der abstrakten Kunst und Kunstschaffenden seiner Zeit.

Zwischen 1958 und 1965 studierte Peter Somm (geb. 1940) Medizin und war bis 1999 als Narkosearzt tätig. Früh begann er, sich autodidaktisch die Malerei anzueignen. Noch während seines Studiums setzte er sich mit dem Schaffen von Paul Klee und Johannes Itten auseinander, später auch mit demjenigen der Konkreten.

 

Begleitprogramm zur Ausstellung

KLEE IN BERN

 

SO | 25/10/15 | 16:30

VORTRAG & KONZERT

Vortrag von Eva Wiederkehr Sladeczek über den Einfluss von Paul Klee auf Otto Nebel und Bruno Wurster

anschliessend 17h:

 

GALATEA QUARTETT «ODE» – GEWALT GESPIELT GESPROCHEN
Peter Schweiger, Sprechstimme

Petra Ronner, Klavier

 

Arnold Schönberg (1874-1951)

Napoléon Patience (1950?)

Arnold Schönberg, Rezitator (Original-Aufnahme)

 

Michel Roth (*1976)

Nach: Otto Nebel, Zuginsfeld, Kapitel I (1918/19)

Wendungen 1 (2014) UA für Rezitator und Klavierquintett

 

Arnold Schönberg (1874-1951)

Nach Lord Byron, deutsch von H. Stadelmann und A. Schönberg

Ode an Napoleon Buonaparte op. 41 (1942) für Rezitator und Klavierquintett

 

Otto Nebel (1892-1973)

Zuginsfeld, Kapitel XI (1918/19)

Otto Nebel, Rezitator (Aufnahme 1972)

 

Arnold Schönberg (1874-1951)

Ode an Napoleon Buonaparte

 

Michel Roth (*1976)

Nach: Otto Nebel, Zuginsfeld, Kapitel VI

Wendungen 2 (2014) UA für Rezitator und Klavierquintett

 

Im Zentrum des Programms steht Arnold Schönbergs Ode an Napoleon Buonaparte von 1942, umgeben von dem zweiteiligen Auftragswerk Wendungen 1 und 2 des Komponisten Michel Roth, für Klavierquintett und Sprecher, auf Texte von Otto Nebel, sowie dokumentarische Audio-Aufnahmen von Arnold Schönberg und Otto Nebel als Rezitatoren eigener Texte. Arnold Schönbergs Vertonung von Lord Byrons Ode an Napoleon wird Ausschnitten aus Otto Nebels Zuginsfeld, einer bedeutenden dichterischen Auseinandersetzung mit dem 1. Weltkrieg, gegenüber gestellt, sodass sich im Programm drei kriegerische Epochen vereinen: Die napoleonischen Kriege (Byron), der 1. Weltkrieg (Nebel) und die Nazizeit (Schönberg, der Byrons Text so interpretiert), von der auch Paul Klee betroffen war. Das Thema des Sprechens und das Manipulieren mit und von Sprache ist im Programm zentral.

 

Der gebürtige Deutsche Maler und Dichter Otto Nebel experimentierte, wie viele Vertreter der Avantgarde des frühen 20. Jahrhunderts, u.a. auch mit und an den Grenzbereichen von Sprache und bildender Kunst. Er setzte sich mit den Schriften und Gemälden Wassily Kandinskys auseinander und war mit Kandinsky und Klee befreundet. 1939 stellte Nebel in der Kunsthalle Bern aus. Kandinsky stellte für ihn eine Verbindung zur Guggenheim Foundation in New York her. Noch heute besitzt das Guggenheim Museum eine beträchtliche Anzahl an Werken von Nebel.

 

>>weitere Informationen ZPK

 

Auf den Spuren von Otto Nebel

Hotel Regina Mürren 4. September 2015

Wintertal ob Mürren

Literatur zur Ausstellung «Blickpunkt Mürren»

Guy Krneta und Michael Pfeuti (Bass) auf den Spuren von Otto Nebel. Der Maler und Schriftsteller Otto Nebel (1892-1973) besuchte 1937 Hermann und Margrit Rupf in Mürren. Einführung von Therese Bhattacharya, Präsidentin der Otto Nebel-Stiftung.

 

Vortrag über Otto Nebel

Tagung in der Schweizerischen Nationalbibliothek in Bern

3./4. September 2015

Blick nach Süden. Italienbilder in der deutschsprachigen Literatur der Schweiz seit 1861.

Mit Vortrag Bettina Braun, Zürich: «Ich habe das Netz voll von Mittelmeer-Träumen». Archivmaterialien und Werkkomplexe bei Otto Nebel

 

Masterarbeit über Otto Nebel

Master-Thesis in Conservation-Restoration:

Otto Nebels Gemälde der Werkgruppe Dombilder

Charakteristika der Kunsttechnologie sowie des Künstlers Neigung zu Übermalungen

vorgelegt von Anja Schlegel

Fachbereich Konservierung und Restaurierung

Master of Arts in Conservation-Restoration

Vertiefung: Gemälde und Skulptur

Referentin: Dipl. Rest. Nathalie Bäschlin

Korreferentin: Dr. Therese Bhattacharya-Stettler

Abschluss: Frühlingssemester 2013

Zusammenfassung

herunterladen als PDF

Ausstellung Otto Nebel im Kunstmuseum Bern 2012/13

09.11.2012 - 24.02.2013

Die Ausstellung zum 120. Geburtstag Otto Nebels (1892–1973) zeigte erstmals das gesamte Werk des bildenden Künstlers und Schriftstellers, der jahrzehntelang in Bern ansässig war. Sie stellte die Wechselbeziehungen zwischen den visuellen Darstellungsformen Malerei, Zeichnung, Grafik und Collage und literarischen Texten, zwischen Bild und Wort ins Zentrum. Thematisch gegliedert und nach Stationen der Biografie wurden Nebels wichtigste Werke in Malerei und Dichtung präsentiert.

«ZUR UNZEIT GEGEIGT...» OTTO NEBEL, MALER UND DICHTER im Kunstmuseum Bern